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Psychotherapie - für wen?

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Antwort

 

Psychotherapie bedeutet Behandlung der Seele oder seelischer Probleme. Voraussetzung für die Bezahlung durch eine Krankenkasse ist, daß eine Indikation vorliegt, d.h., daß es sich um eine Krankheit handelt.
In diesem Fall kann es zu weitreichenden Störungen im Denken, Fühlen, Erleben und Handeln kommen. Das wichtigste Kriterium für eine Psychotherapie ist das eigene, subjektiv empfundene Leid.
Ob und welche professionelle Hilfe dann notwendig wird, bespricht der Therapeut gemeinsam mit dem Patienten. 

Psychotherapie ist eine sinnvolle Maßnahme z.B. :

- wenn bestimmte Ängste - sogenannte Phobien - es nicht mehr möglich machen, den Alltag zu bewältigen. Wer sich zum Beispiel in engen Räumen oder unter vielen Menschen bedroht fühlt, kann meist Alltagsdinge wie Einkaufen oder Bahn-Fahren nicht mehr erledigen.

- wenn körperliche Symptome im Zusammenhang mit psychischen Beschwerden gehäuft auftauchen oder eine bestimmte Krankheit chronisch wird.

- im Rahmen der medizinischen Rehabilitation kann Psychotherapie unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden, wenn eine Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder Medikamenten vorliegt.  


Auch seelische Reaktionen als Folge schwerer chronischer Krankheitsverläufe können ein Grund zur Aufnahme einer Psychotherapie sein. Psychotherapeuten versuchen, seelische Krankheiten zu heilen, beziehungsweise den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Darüber hinaus soll verhindert werden, daß eine Krankheit chronisch wird.
Psychotherapie kommt als Leistung der Krankenversicherung zum Beispiel nicht in Betracht, wenn sie allein der Erziehungs-, Ehe-, Lebens- oder Sexualberatung dient.

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